Montag, 28. September 2009

Marvels nach Condor-Art (Teil 1)

Thor # 171-172

"Man kann einen Kirby nicht ruinieren!", sagte Comic-Zeichnerin und Koloristin Marie Severin in einem TV-Interview und meinte damit, egal, wie und welche Farben man nimmt, die Zeichnungen von Jack Kirby sehen immer gut aus. Ein deutscher Verlag jedoch, schaffte es, die Marvels nicht gerade lese- oder fanfreundlich herauszubringen. Denn 1985 erschien mit Marvel-Comic-Sonderheft Nr. 24 ein Titelbild von Altmeister Jack Kirby, welches mit dem Inhalt (Thor # 346-347 von Walt Simonson) so gar nicht harmonieren wollte.


Doch siehe da, der Condor Verlag hatte das dazugehörende Material bereits fünf Jahre zuvor als Marvel-Comic-Sonderheft Nr. 3 veröffentlicht. Das verwendete Cover bestand aus einer Collage mit der Thor-Figur von Thor # 193 und einer Galactus-Zeichnung von Jack Kirby auf der zweiten Ebene. Dazu gab es einen Hintergrund in farbenprächtigem 80er Jahre-Pink...

Thor # 193 erschien leider nie auf deutsch. Die 34seitige Story von Autor Gerry Conway und Zeichner John Buscema hätte den edlen Thor und den Silver Surfer im Kampf gegen Durok den Zerstörer gezeigt. Das Originalheft erschien mit doppeltem Umfang zum 10. Geburtstag von Fantastic Four # 1, bekanntlich dem Anfang des "Marvel Age Of Comics".


Aber zurück zu Marvel-Comic-Sonderheft Nr. 3. Der Condor Verlag wählte mit Thor # 171 und 172 zwei Geschichten mit in sich abgeschlossener Handlung. Vermutlich konnte nur so überhaupt eine Veröffentlichung stattfinden. "Der Zorn des Zerstörers!" (The Wrath Of The Wrecker!) zeigt Thors alter Ego Dr. Don Blake bei einer schwierigen Operation, die er unterbrechen muss, um als Thor den Wrecker (den Zerstörer) unschädlich zu machen. Obwohl beides gelingt, bleibt der Donnergott ein melancholisch wirkender Grübler. In der darauffolgenden Geschichte "Der Unsterbliche und der Gedankensklave!" (The Immortal And The Mind-Slave!) gerät Thor in eine Falle, als er Jane Foster aus den Fängen des Bösewichts Kronin Krask retten will.


Positiv ist auf alle Fälle anzumerken, das Condor klassisches Material aus der Feder von Altmeister Jack Kirby herausgebracht hat. Negativ fallen dafür die entstandenen Lücken und die Veröffentlichungsreihenfolge ins Gewicht. Und auch Bill Everetts Tusche kann nicht an allen Stellen über den Kirby-Zeichnungen glänzen. Warum das Cover erst fünf Jahre nach dem Inhalt an die Zeitschriftenkiosks kam, wissen wohl auch nur die Götter...

Samstag, 26. September 2009

Horror Nr. 7

Die verschollene Ausgabe

Bekanntlich entfiel während der Übergangsphase vom Bildschriftenverlag (bsv) in den Williams Verlag eine Comic-Monatsproduktion. Eine der davon betroffenen Serien ist DC Horror. Die auf deutsch fehlende Nr. 7 erschien allerdings in den anderen, dem europäischen Druckverbund angeschlossenen Ländern, z.B. als Shock Classics No. 7 in Holland, Skrekk Magasinet (1973/2) in Norwegen, Skräck Magasinet (1973/2) in Schweden und Skræk Magasinet (1973/1) in Dänemark.


Seit einigen Jahren tauchen immer wieder Gerüchte auf, dass eine deutsche Veröffentlichung des fehlenden Materials geplant sei. Und tatsächlich laufen Überlegungen bei alten Bekannten der Comic-Landschaft wie z.B. Günther Polland, Kai Witz und aktuell beim Schatzinsel-Versand. Für eine der geplanten Editionen sind die ersten Seiten schon lange fertig. Leider zwang die Menge an Daten (mehrere Ebenen, hochauflösend und vollfarbig) den damals kleinen Rechner nur allzu schnell in die Knie, so dass das Projekt nie fertiggestellt werden konnte.

Schwierig gestaltete sich auch die genaue Identifikation der enthaltenen Geschichten. Denn wie fast immer bediente sich der bsv an verschiedensten, gerade verfügbaren Originalheften. Immerhin beschränkte man sich diesmal nur auf die DC Horror-Reihen Unexpected und House Of Secrets. Wobei das Titelbild von House of Secrets # 95 stammt und damit eigentlich zum deutschen Horror Nr. 1 (Die Braut des Todes) gehört hätte.

Horror Nr. 7 (Inhalt)
Till Death Us Do Unite (8 Seiten)
George Kashdan (Script), Jim Aparo (Pencils), Jim Aparo (Inks)
Unexpected # 127
September 1971

The Morning Ghost (10,5 Seiten, Job G-379)
Marv Wolfman (Script), Dick Dillin (Pencils), Frank Giacoia (Inks)
House of Secrets # 88
Oktober 1970

The Day After Doomsday (1,5 Seiten)
Len Wein (Script), Jack Sparling (Pencils), Jack Sparling (Inks)
House of Secrets # 95
Dezember 1971

Would You Want To Know The Day You Die?
(4 Seiten)
Dave Wood (Script), John Calnan (Pencils), Vince Colletta (Inks)
Unexpected # 121
Oktober 1970

The Swampchild! (7 Seiten)
Carl Wessler (Script), Werner Roth (Pencils), Frank Giacoia (Inks)
Unexpected # 119
Juni 1970

Nachfolgend nun die erste Geschichte aus dem nie erschienenen deutschen Heft von Batman-Zeichner Jim Aparo.









Weitere Informationen finden sich in den Comic-Sekundärmagazinen DAS SAGTE NUFF! Nr. 5 und DIE SPRECHBLASE Nr. 206.

Sonntag, 20. September 2009

Auf den Spuren von „Action“

Ein Interview mit Viktor Farkas
(30.5.1945 - 01.11.2011)
Die legendären beiden österreichischen Fanzine-Ausgaben von „Action (schliesst Lücken)“ waren unter anderem mit Marvel-Erstveröffentlichungen und einer Conan-Sonderausgabe ihrer Zeit weit voraus. Technisch zwar den bescheidenen Produktionsbedingungen des Jahres 1975 verhaftet, ist Action wohl ein legitimer Das sagte Nuff!-Vorgänger der eine genauere Untersuchung wert ist.
Erstellt wurde Action von passionierten Fans, die sich kurioserweise fast alle danach nicht mehr im Comicbereich engagierten, aber der Szene im allgemeinen dennoch treu blieben.
Die in Action abgedruckten umfangreichen Suchlisten zeigen, dass einige österreichische Fans, zu einer Zeit als der Williams Verlag erst zur entscheidenden Bildung der deutschen Marvel-Szene beitrug, bereits praktisch das gesamte amerikanische Programm des „House of Ideas“ sammelten. Und einige von ihnen schienen sogar annähernd komplett zu sein!


Der 1945 geborene Viktor Farkas, der unter anderem für die grafische Gestaltung von Action verantwortlich war und selbst auch Einzelzeichnungen erstellte, ist mittlerweile ein gefragter Sachbuchautor (siehe Autorenportrait).
Viktor Farkas wurde Ende 2008 von Jörg Winner interviewt.

Das sagte Nuff!: Die organisierte österreichische Comic Fanszene entwickelte sich Ende der 1970er Jahre. Beispiele für das besondere Engagement waren das Erscheinen von "Comic Forum", die Gründung des Vereins für Comic-Literatur und die eher sammlerisch ausgeprägten Aktivitäten um Franz Virt und seinen Verein "Comic Land" mit eigenem Fanzine. Sie selbst sind aber schon viele Jahre früher in der Comic-Szene aktiv gewesen, sind mit der Nummer 9 im Jahre 1970 als Mitglied der Interessengemeinschaft Comic Strip (INCOS) beigetreten. Damit gehörten Sie zu den absoluten Pionieren der deutschsprachigen Comic Szene.
Wie kam es zu einer solch frühen Begeisterung für das Medium Comic und das Sammeln von Comics?
Viktor Farkas: Meine Kindheits- und Jugendjahre waren - wie wohl die aller meiner Generation - von der Nachkriegszeit geprägt. In diesen Tagen ist es mir wohl so ergangen wie dem berühmten Maler Gottfried Helnwein, mit dem ich gut bekannt bin, der in einem Interview in etwa sagte: "In der Zeit war alles sehr trist und desolat. Dann habe ich ein Micky Maus-Heft in die Hand bekommen und dort eine Welt entdeckt, in der sympathische Gestalten gelbe Schnäbel und die Menschen schwarze quadratische Nasen hatten und in der alles wohlgeordnet war. Da habe ich gewusst: Hier bin ich richtig!".
Genauso habe ich es empfunden, als ich 1951 die erste Nummer der Micky Maus in meinen zitternden Kinderhänden gehalten habe. Seither habe ich den Barks-/Duck-Kosmos niemals wieder verlassen, der, wie ich im Laufe der Jahrzehnte feststellen konnte, von zahllosen Gleichgesinnten bevölkert wird. Das habe ich unter anderem im Zuge der vielen Vorträge, die ich halte, immer wieder erlebt. So scheint Donald im deutschsprachigen Raum bekannter zu sein als Karl May, beziehungsweise scheinen fast alle Karl May-Fans auch Duck-Fans zu sein - festgestellt bei meinem Kontakt mit dem deutsch-österreichischen Karl May-Club, der mich auch einmal zu einem Vortrag über die Gemeinsamkeiten des Karl May- und des Carl Barks-Kosmos eingeladen hat, die gibt es nämlich. Bei einem anderen Vortrag von mir in noblem Rahmen in der Wiener Hofburg über die Frage, ob das Universum ein intelligentes Design ist, wurde ich in der Diskussionsrunde nicht darüber befragt, sondern über Entenhausen, weil einige der Zuhörer diesen Artikel von mir auf meiner Homepage bemerkt hatten.
Donald und den seinen allein galt und gilt aber nicht mein Interesse an Comics, sondern dem Medium überhaupt, das mich durch die Zusammenwirkung von Bild und Text immer schon fasziniert hat. Meine Englischkenntnisse (Slangausdrücke eingeschlossen) habe ich in jungen Jahren durch die faszinierenden Marvel-Comics erweitert, über das Mittelalter hat mich Hal Fosters Prinz Eisenherz informiert (Foster hat übrigens aufgrund seiner Forschungen über das Mittelalter einen Lehrstuhl für Mediavistik erhalten) und die leicht simplifizierten, aber trotzdem persönlichkeitsstarken Figuren von Hans-Rudi Wäscher sind mir ebenfalls immer im Gedächtnis geblieben.


Genauso heimisch wie im Barks-/Duck-Kosmos habe ich mich von frühester Kindheit an im Science Fiction-Universum gefühlt, vielleicht weil ich stets den faustischen Drang verspürt habe, zu wissen was die Welt im Innersten zusammenhält und was hinter dem Berg (im Universum) vor sich geht. Diesen Drang befriedigt die Science Fiction auf hervorragende Weise.
Es ist wenig bekannt, daß die Prognosen der SF-Autoren weit zutreffender sind als die der so genannten Zukunftsforscher und anderer Kaffeesudleser. Auch über die SF habe ich reichlich publiziert und halte immer wieder Vorträge.
Abrundend sei gesagt, dass ich mich nicht nur im Barks-/Duck-Kosmos heimisch fühlen könnte, sondern auch in dem von Star Trek, was in beiden Fällen wohl nicht verwunderlich ist, betrachtet man die Reservehölle, in die der "denkende Mensch" die Erde bereits verwandelt hat und immer weiter verwandelt, die ein Paradies war und wieder sein könnte...

Das sagte Nuff!: Peter Skodzik bezeichnete Sie im Interview im Incos Jahrbuch 1978 rückblickend als „den einzigen Wiener Sammler, den man zur Garde der großen Sammler auf dem Gebiet der deutschsprachigen Roman- und Comic-Hefte zählen konnte, der alles was ihn interessierte, seit Jahre komplett hatte.“ Aus dem Mund Skodziks eine echte Wertschätzung Ihrer Person. Auch heute noch wird Ihre Sachbuchsammlung, die eine der Grundlagen für Ihre eigenen Veröffentlichungen darstellt, von Fans als eine der größten Privatsammlungen des deutschsprachigen Raumes bezeichnet.
Bitte erzählen Sie ein wenig aus der Zeit, in der man seine Sammlung mehr oder weniger ohne verlässliche Checklisten, Spezialgeschäfte oder Internetbörsen zusammensuchen musste. Was waren Ihre sammlerischen Schwerpunkte, wie haben Sie diese finanziert, wie groß war Ihre Sammlung und was ist mittlerweile davon noch übrig geblieben?
Viktor Farkas: Dass mich Peter Skodzik, den ein Freund von mir und ich 1971 gemeinsam mit dem leider verstorbenen Hans-Jürgen Ehrig durch die Wiener Schwemmen geleitetet haben, wo sie tonnenweise eingekauft haben, als einen „großen Sammler“ bezeichnet, ehrt mich.
Es stimmt, dass ich im zarten Jugendalter mit dem Sammeln von Piccolos begonnen habe, wobei meine liebe Mutter den Kauf übernehmen musste, da derlei „Schund“ an Jugendliche - und schon gar nicht an Kinder - keinesfalls abgegeben werden durfte (solche Zeiten kann sich die jüngere Generation wohl kaum mehr vorstellen, wohl auch nicht, dass man im Kino bei Filmen, die ab 16, also Jugendverbot, waren mitten in der Vorstellung von Polizisten in Zivil herausgeholt wurde, wenn man sich mit 15 hineingeschummelt hatte).
Einige der Piccoloserien, z.B. Raka habe ich mit Hilfe von Weiterdrucken komplettiert, die mir Hermann Urbanek verschafft hat, der ja wohl in der Szene weitgehend bekannt sein dürfte. Was Marvel betrifft, so ist Hermann, wie ich glaube, diesbezüglich DER Komplettsammler überhaupt. Ich selbst habe zwar etliches, aber nur einen Bruchteil von ihm.
Ich weiß nicht, ob ich wirklich einer der größten Sachbuchsammlungen habe, umfangreich ist sie jedenfalls und umfasst die Gebiete, die mich interessieren, und die ich in meinen Büchern und Artikeln anspreche, wie da sind: Naturwissenschaft (Physik, Astrophysik, Gentechnologie) Geschichte, speziell Zeitgeschichte wie auch Wehrgeschichte, Präastronautik, Unerklärliches, Politik, Comics (no, na), speziell Duckologie, berufsbedingt Kommunikationswissenschaft, Psychologie (speziell Werbepsychologie), Farbenlehre und verwandte Gebiete.
Was meine SF-Sammlung betrifft, so umfasst sie Zahlreiches in englisch und deutsch, unter anderem einige Hundert Supronyl-Leihbuchausgaben, wobei ich mich bemüht habe, die Bücher meines deutschen Lieblingsautors K.H. Scheer komplett zu haben, aber auch andere wie Walter Ernsting/Clark Darlton (den ich gut persönlich kannte), W.D. Rohr/Wanye Coover/Allan Reed, Jesco von Puttkamer, um nur einige zu nennen, sind reichlich vertreten. Und natürlich die berühmten angelsächsichen Leuchttürme der SF, die heute kaum noch Epigonen haben, wie da sind: A. E. van Vogt (einer meiner Favoriten), R. A. Heinlein, Isaac Asimov, Hal Clement, Eric Frank Russell, James E. Gunn, H. J. Campbell, Robert Sheckley, Ray Bradbury, Arthur C. Clarke und viele andere (mir fallen nicht alle ein).
Auch der Fantasy habe ich Aufmerksamkeit gewidmet, bin aber schlussendlich zu der Meinung gekommen, daß es reicht Tolkien gut zu kennen, vielleicht auch noch Moorcock, und das wäre es dann.
Meine Sammlung habe ich im Lauf der Jahrzehnte sozusagen im Direktkauf (damals gab es ja weder Internet noch sonstiges) akkumuliert und besitze sie trotz eines gescheiterten Eheexperimentes und der damit verbundenen Umzüge zum überwiegenden Teil nach wie vor.


Das sagte Nuff!: Wie interessiert waren Sie an und wie zufrieden waren Sie mit den utopisch-phantastischen Veröffentlichungen des Bildschriftenverlages (bsv) wie z.B. Magnus der Robotkämpfer, Astronautenfamilie Robinson, Hit- und Top Comics ? Wie interessiert waren Sie an den Veröffentlichungen des bsv-Nachfolgers Williams Verlag, von 1974-1979 der ja die Marvel Titel, so war zumindest damals die vorherrschende Meinung der Fans, vorbildlich veröffentlichte? Als alle Fans nach den Williams Veröffentlichungen gierten, waren Sie ja erneut zwei Schritte voraus und komplettierten bereits Ihre US-Marvel-Sammlung.
Viktor Farkas: Von den genannten Comics war ich hinsichtlich der Story und des Artworks durchaus angetan - besonders Jack Kirbys Dynamik fasziniert mich noch immer - weniger von der deutschen Machart, speziell der oft skurrilen Übersetzung. Bei den Marvel-Ausgaben des Bildschriftenverlags waren die Übersetzungen oftmals besonders bizarr, dazu kommt eine wirre Abfolge (speziell bei der Galaktus-Episode). Auf ihre Art waren sie natürlich trotzdem Meilensteine.

Das sagte Nuff!:Wie entstand die Idee zu Action?
Viktor Farkas: Die Idee zu Action entstand zwischen dem Grafiker Johann Peterka, dem Comic-Händler und Nachdrucker Ganzbiller und Wiener Comicfreunden..

Das sagte Nuff!: Warum wurde Action nach nur zwei Ausgaben und einer Conan-Sonderausgabe beendet?
Viktor Farkas: Genau weiß ich das nicht mehr. Soweit ich mich erinnern kann, gab es Auffassungsunterschiede, gepaart mit erlahmender Begeisterung, die ja am Anfang immer am größten ist.

Das sagte Nuff!: Wie stehen Sie mittlerweile zum Comic Angebot, das ja immer kleinauflagiger und hochpreisiger wird, jedoch durch eine enorme Vielfalt gekennzeichnet ist. Verfolgen Sie die Szene noch aktiv, kaufen dem Trend folgend beispielsweise Mangas oder hochwertige Sammlerausgaben klassischer Comic Strips? In wie weit sind Marvels - die ja mehreren Veränderungsprozessen unterzogen worden sind - für Sie noch ein Thema? Wie stehen Sie zu den aktuellen Verfilmungen von Spider-Man und Superman?
Viktor Farkas: Heute verfolge ich die Comic-Szene nur noch aus der Ferne, nicht zuletzt weil ich keinen Platz mehr habe, und auch keine Zeit, da ich neben meinem Fulltimejob jährlich ein Buch herauszubringen trachte. Lediglich Hermann Urbanek versorgt mich sporadisch mit den Meteor-Weiterdrucken. Mangas sind nicht mein Ding. Die angesprochenen Verfilmungen gefallen mir gut, besonders die von Spidey. Bei den Fantastic Four habe ich es zutiefst bedauert, daß der philosophische Aspekt der Comic Silver Surfer-/Galaktus-Episode im Film völlig verloren geht, da der Weltenzerstörer im Film lediglich eine Wolke ist, während er im Comic eine beeindruckende Gestalt ist, die den zum Kult gewordenen Satz spricht: „Lesser beings are no concern of mine.“


Das sagte Nuff!: Wie hat Ihr Interesse an den „phantastischen“ Themen Ihr Berufsleben beeinflusst, was machen Sie ganz konkret beruflich?
Viktor Farkas: Mein Interesse an allem, das jenseits des Alltags liegt, hat mein Berufsleben insofern beeinflusst, als ich seit über 20 Jahren Bücher in dieser Richtung publiziere, wobei die von mir analysierten Verschwörungstheorien oft phantastischer sind als SF, im Gegensatz dazu aber leider ziemlich real. Auch mein Hauptberuf als Kommunikationsfachmann und Direktmarketer, Spezialgebiet Fund Raising, dürfte von meiner Neigung komplex zu denken positiv gefördert werden, andernfalls wäre ich in meinem Alter wohl nicht noch immer in einer Branche tätig, in der üblicherweise die 30jährigen zum alten Eisen gehören und „freigesetzt“ werden.

Das sagte Nuff!: Wir bedanken uns für das nette Gespräch und für die Bereitschaft, sich nach mittlerweile 33 Jahren wieder mit „Action“ zu beschäftigen.

Was die anderen ACTION-Mitarbeiter heute machen…
Action-Herausgeber Karl Ganzbiller hatte Mitte der 70er Jahre einen Comicladen in der Wiener Steinbauergasse in dem er bereits die aktuellen US Marvels als Importe anbot. Ab etwa 1976 verabschiedete er sich aus der Comicszene und fing damit an, hochwertige Nachdrucke der Romanhefte "Rolf Torring", "Jörn Farrow" und "Tom Shark" und vieler weiterer zu verlegen und zu vertreiben und tut dieses bis heute in seinem 70.Lebensjahr noch. Seine umfangreichen Reprints sind z.B. über die Sammlerecke zu beziehen.

Action-Redakteur und damaliger Marvel-Komplettist Hermann Urbanek, Jahrgang 1948, ist seit mehreren Jahrzehnten als Chronist der deutschsprachigen Science Fiction und Fantasy Szene mit zahlreichen Magazin- und Buchveröffentlichungen gut beschäftigt. Seine bekannt gewordenen Aktivitäten auf dem Comic Sektor endeten Ende der 70er Jahre mit den Übersetzungsarbeiten an der dreibändigen Rip Kirby Buchveröffentlichung innerhalb der Comic Gallery des Pollischansky Verlages.


Viktor Farkas (Jahrgang 1945)
Sachbuchautor, Journalist, Kommunikationsfachmann, Spezialist für Direktwerbung und Dialog-Marketing einschließlich Fund-Raising. PA.: A-1070 Wien. viktor.farkas@directmind.at. G.: Wien, 30. Mai 1945. Mütterlicherseits Freiherrn (Adelsbrief vorhanden). S.: HAK Wien.

Agentur-Profi mit US-Erfahrung, Know-how im Bereich Buchmarkt (7 Jahre tätig bei Donauland), freischaffender Kolumnist, Rezensent, Zeitungsmacher, Versandhandels-Insider, Fachübersetzer.
Kontinuierlicher Besuch von fachspezifischen Seminaren, Symposien, etc im In- und Ausland (einige davon durchgeführt von renommierten Fachleuten wie Barry Day, Dick Hodgson, Lester Wundermann, Prof. Siegfried Vögele) bis hin in relevante Grundlagenbereiche (Werbepsychologie, Farbtypologie, Werbe- und Mediengeschichte, Motivationsforschung, Archetypen...).
Hält Vorträge über „Manipulation durch Werbung“, Kommunikation und Medien, Politik, Mediengeschichte und verwandte Gebiete.

Ab 1968 Tätigkeit in der Werbeabteilung/Redaktion verschiedener Unternehmen.
1976-1980 Werbeleiter/Artdirektor in einer Werbe- und Presseagentur (im Rahmen dieser Position Entwicklung, Gestaltung und Realisierung eines neuartigen Zeitschriftentyps).
1980-1987 Donauland-Redakteur.
Kurzzeitig selbständig.
Seit 1988 spezialisiert auf Social Marketing.

Science Fiction-Fachmann u. Konsulent, Besitzer einer der größten Sammlungen populärwissenschaftlicher Bücher, persönlich befreundet mit Erich v. Däniken.
Vortragstätigkeit über unterschiedliche Themen (Naturwissenschaft, Science Fiction, Ökologie, Zukunftsforschung, Prä-Astronautik und Vorgeschichte, Comics - Spezialgebiet Duck-Kosmos, Werbung und Manipulation, Politik und Wirtschaft, Militärgeschichte, Ökologie, Film, Verschwörungstheorien aber auch Grenzwissenschaft und Parapsychologie bis in den Bereich Esoterik).

Als Fachmann für Science Fiction verfaßte er anläßlich des Orwell-Jahres 1984 mit dem ersten deutschen „SF-Quizbuch“ ein im deutschen Sprachraum einmaliges Compendium zu SF und Fantasy, das aktualisiert als e-book unter www.readersplanet.de erhältlich ist, und als Kenner der UFO-Thematik hat er John Spencers Standardwerk „UFOs - The definitive Casebook“ übersetzt und bearbeitet.

Buchveröffentlichungen (meist mit Lizenzen im In- und Ausland sowie Abdrucken in Zeitschriften):

„Das SF-Quizbuch“ (1984 GOLDMANN und 2000 Readersplanet),
Lasset uns Menschen machen. Schöpfungsmythen beim Wort genommen (mit Peter Krassa, 1986 Meyster-Verlag, 1987 ULLSTEIN-Verlag)
UNERKLÄRLICHE PHÄNOMENE jenseits des Vorstellbaren (1988, UMSCHAU-Verlag, 1990 DONAULAND)
ESOTERIK eine verborgene Wirklichkeit (1990 UMSCHAU-Verlag, 1991 DONAULAND und 2001 Readersplanet)
JENSEITS DES VORSTELLBAREN. Ein Reiseführer durch unsere phantastische Wirklichkeit (1996 ORAC-Verlag, 1998 Knaur-Verlag, 2000 Bechtermünz-Verlag, 2001 Readersplanet und 2006 KOPP-Verlag)
WER BEHERRSCHT DIE WELT? (1997, ORAC-Verlag)
RÄTSELHAFTE WIRKLICHKEIT. Aus den Archiven des Unerklärlichen (1998 HERBIG-Verlag, 2002 Heyne-Verlag, 2007 KOPP-Verlag)
ZUKUNFTSFALLE - ZUKUNFTSCHANCE. Leben und Überleben im Dritten Jahrtausend (2000 UMSCHAU-Verlag, 2001 Readersplanet)
Neue UNERKLÄRLICHE PHÄNOMENE (2001 Michaels-Verlag)
Geheime Bünde & Verschwörungen“ in der 10 Bändigen Reihe RÄTSELHAFTE PHÄNOMENE (2001 Tosa-Verlag)
GEHEIMSACHE ZUKUNFT. Von Atlantis zur hohlen Erde“ (2002 und 2003 Michaels-Verlag)
VERTUSCHT (2002 Argo-Verlag)
SCHATTEN DER MACHT. Bedrohen geheime Langzeitpläne unsere Zukunft? (2003 und 2004 KOPP-Verlag)
LÜGEN IN KRIEG UND FRIEDEN. Die geheime Macht der Meinungsmacher (2004 ORAC-Verlag)
MYTHOS INFORMATIONSGESELLSCHAFT. Was wir aus den Medien nicht erfahren (2005 und 2006 KOPP-Verlag)
GNADENLOSE MACHT. Steht die ganze Welt auf dem Spiel? (2007 KOPP-Verlag)
UNSICHTBARE FRONTEN Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner merkt es (2009 KOPP-Verlag)

Viktor Farkas überzeugt nicht „nur“ als Autor. Bei diversen TV-Auftritten, u.a. bei „Schiejok täglich“, Willkommen Österreich“, „Arabella“ oder im „Focus-TV“, zeigt er sich auch bei kritischen Fragen sattelfest und kompetent.

Mitgliedschaften: Mensa International (5 Jahre Chefred, d. Clubzeitschrift DISKUSSION, derzeit Redakteur), Direct Marketing-Verband Österreich, Presseclub CONCORDIA, Österreichischer Journalisten Verband ÖJV, Österreichischer Übersetzerverband, IG-Autoren, FMA - Austria Fundraising Managers Association, Ancient Astronaut Society, Karl May Gesellschaft Österreich, Verein für Volksliteratur. Hobby: Tiermalerei.

Homepage www.farkas.at. Im Buchhandel vergriffene Bücher sind (jeweils unter seinem Namen) bei www.weltbild.de (in Österreich www.aum.at) oder als e-Books bei www.readersplanet.de erhältlich.

Sonntag, 29. März 2009

Marvel präsentiert:

Stephen King - Der Dunkle Turm
Der Revolvermann

Nachdem der Heyne Verlag den Marvel Comic-Bestseller THE DARK TOWER seit 2007 mehrfach verschoben hatte und die deutsche Veröffentlichung lange auf sich warten ließ, blieb dem interessierten Fan / Leser nur der Griff zum Original, welches in den USA auch als Hardcover-Gesamtausgabe von THE GUNSLINGER BORN erschien. Seit Ende Januar/Anfang Februar 2009 liegt die deutsche Edelversion des Splitter-Verlags vor und stellt Heynes Paperback vom Juli 2008 nicht nur aufgrund des Überformats in den Schatten.

Zwar kostet die Splitter Hardcover-Edition so ziemlich genau das Doppelte, bietet allerdings auch einiges mehr an Zusatzmaterial, sowie einen beigelegten Druck. Der extradicke Wälzer eignet sich schon fast selbst als Waffe und präsentiert die Comicseiten in ungeahnter Qualität.

Originalautor Stephen King, unterstützt von Robin Furth und Peter David, bringt sein Epos um die Hauptfigur Roland Deschain in Comicform. Ende der 70er Jahre wurden mehrere Kurzgeschichten in THE MAGAZINE OF FANTASY AND SCIENCE FICTION veröffentlicht, bis mit THE GUNSLINGER der erste abgeschlossenen Roman erschien. In den Folgejahren griff King Roland Deschains Reise zum Dunklen Turm immer wieder auf, zuletzt 2003 im siebten und abschließenden Teil von THE DARK TOWER. Mit der Comic-Adaption erscheinen die Abenteuer des Gunslingers erstmals in inhaltlich chronologischer Reihenfolge. Der gesamte Zyklus umfasst fünf separate Handlungsbögen (die ersten drei deutschen Ausgaben der Originalromane sind als Stephen Kings "Schwarz", "Drei" und "Tod" bekannt). Mit Ausnahme von THE GUNSLINGER BORN wird jeder Teil in sechs Einzelheften als Mini-Serie erscheinen. Die Story um THE GUNSLINGER BORN (dt. "Der Revolvermann") hingegen besteht aus insgesamt sieben Comic-Heften.

Im Alter von vierzehn Jahren fordert Roland seinen Lehrmeister heraus, besiegt ihn und wird fortan zum Gunslinger. Auslöser dafür ist das (sexuelle) Verhältnis seiner Mutter Gabrielle zu Marten Broadcloak, einem Magier. Der „Mann in schwarz“ steht mit den finsteren Mächten im Bunde. Ebenso düster erscheint die alte Hexe Rhea Dubativo, die die Jungfräulichkeit von Susan Delgado dem Bürgermeister Thorin versprochen hat. Sie soll ihm einen Nachfolger und Erben gebären. Als sich Roland und Susan jedoch zufällig begegnen, verlieben sie sich ineinander. Und nicht nur dieser Umstand sorgt für Konflikte.

In düsteren Bildern präsentieren Zeichner Jae Lee und Kolorist Richard Isanove Stephen Kings einzigartigen Genre-Mix aus Western, Fantasy und Horror. Kein Wunder, dass die US-Heftreihe einschlug wie eine Bombe.


Mittlerweile steht Band 2 beim Heyne Verlag in den Startlöchern. Angekündigt ist "Der lange Heimweg" für Mai 2009. Man darf also gespannt sein!

Donnerstag, 12. März 2009

Allerlei Buntes

Neue Helden

Nur drei Jahre nach dem gescheiterten Versuch des Hallwag Verlags, Supermann in Deutschland zu etablieren, nahm sich der dänische Herausgeber Allerpress dem DC-Helden an. Mit Datum vom 20.Oktober 1953 erschien tatsächlich Supermans Origin in der 42. Ausgabe der Reihe "Buntes Allerlei". Während in den bisherigen Heften nur Zeitungscomics enthalten waren, schwenkte der Verlag ab der Folgenummer (Nr. 43) komplett auf Geschichten aus dem Fundus von National Periodicals (DC Comics) um.

"Klaus Kent" wurde zu "Karl Kent", was zugegeben näher am Original lag, "Luise Lang" wurde "Linda Lane" usw. Im Gegensatz zum ersten Supermann war Buntes Allerlei komplett farbig und mit einem Preis von 45 Pfennig sogar günstiger als die schwarzweißen Hefte von 1950. Nach Superman folgte "Rote Maske" (Vigilante), Professor Zukunft (Tommy Tomorrow) hieß nun "Tom von Morgen", der Grüne Pfeil kehrte wieder, "Superknabe" - dessen Namen man nach zwei Abenteuern beim Original (Superboy) beließ - tauchte auf, "Batman und Robin" erschienen kurzzeitig, Fred Fix alias "Johnny Quick" erhielt ebenfalls seinen Originalnamen zurück und als letzten Helden brachte der Aller Verlag Aquaman alias "Seekönig". Nicht zu vergessen wären noch "Tomahawk" und "Kongo Bill" (Congo Bill).

Neben diesen DC-Charakteren liefen diverse mehr- und einseitige Funnies in "Buntes Allerlei". Am bekanntesten dürften die sogenannten Filler von Henry Boltinoff sein. Diese erschienen in den USA in nahezu allen DC-Heften. Für Buntes Allerlei deutschte man Peggy (Peg), Peter (Little Pete), Fips (Bebe), Viktor (Varsity Vic) und Professor Eureka ein. Mehr oder weniger längere Zeit liefen auch Rudi (Buzzy, in der dt. Comic-Sekundärliteratur fälschlich für "Archie" gehalten), Mies und Seppel bzw. Flip und Flop (Flippity And Flop), der Fuchs und der Rabe (Fox And The Crow), die Waschbären (Raccoon Kids), Ludwig und Bruder Langohr (Tito And His Burrito), Schnick und Schnack (Twiddle And Twaddle), Peter Karnickel (Nutsy Squirrel), die Schildkröte und der Hase (Tortoise And The Hare), Bernhard der Lebensretter (Bernard The Brave), Revolver-Jochen (Two-Gun Percy), Anton (Fraidy Cat), Hinz und Kunz (Dover And Clover), Stips und der Kater Jeronimus, sowie der Schwarze Bär (Blackie Baer).

Batman und Robin

Bd. 1/1954
Der Millionärdetektiv
The Millionaire Detective
(World’s Finest Comics # 66)

Bd. 11/1954
Die heimlichen Waffen
The Secret Weapons of the Crimesmith
(World’s Finest Comics # 68)


Der Seekönig (Aquaman)

Bd. 5/1954
Verbrecherflotte
The Outlaw Navy
(Adventure Comics # 194)

Bd. 10/1954
Die Flusspiraten
The River Gang
(Adventure Comics # 195)


Der Grüne Pfeil

Bd. 46/1953
Der Grüne Pfeil in der Fremdenlegion
Green Arrow Joins The Foreign Legion
(World’s Finest Comics # 66)

Bd. 4/1954
Bogenschützen des 50sten Jahrhunderts!
The 50th Century Bowmen
(Adventure Comics # 194)

Bd. 9/1954
Die 8 Verbrechen der 8-armigen Tintenfischbande
Eight Crimes of the Octopus Gang
(World’s Finest Comics # 67)

Bd. 12/1954
Der Grüne Pfeil in der Patsche
The Banishment Of Green Arrow
(Adventure Comics # 195)

Bd. 14/1954
Der eifersüchtige Bogenschütze
The Jealous Archer
(Adventure Comics # 196)


Johnny Quick

Bd. 4/1954

Der Schatz in der verschwundenen Stadt
The Treasure Of The Lost City
(Adventure Comics # 194)

Bd. 7/1954
Professor Watts Schulklasse
Prof. Watts' Problem Pupils
(Adventure Comics # 195)

Bd. 14/1954
Johnny Quick als Polizist
Johnny Quick, Traffic Cop
(Adventure Comics # 196)


"Little Pete" aus World's Finest # 66 und die deutsche Version als "Peter" aus Buntes Allerlei Bd. 1 von 1954.

"Jerry" (Jerry The Jitterbug) aus Adventure Comics # 196 und Buntes Allerlei Nr. 15 von 1954.

Kaum ein Sammler weiß, dass Superman auch in Buntes Allerlei Nr. 17 von 1954 auftauchte, allerdings nur in der Ankündigung für die nicht mehr erschienene Nr. 18.

Sonntag, 8. März 2009

Supermann und Superknabe - Deutschlands frühe Superhelden

Supermann und Superknabe
Deutschlands frühe Superhelden

Laut Hallwag-Verlagswerbung erschien Mitte Oktober 1950 der erste Superheld in Heftform in Deutschland. Dabei handelte es sich um keinen geringeren als den Held aller Helden: Superman bzw. Supermann. Unter dem Label "Phantastische Geschichten" erlebte Supermann alias Klaus Kent drei seiner Abenteuer aus US-Superman # 65.

Neben Superman erschienen in den drei Heften des Supermann-Verlags auch andere Charaktere aus dem Fundus von DC Comics: Professor Zukunft (Tommy Tomorrow), Kapitän Aufrecht (Full Steam Foley), Fred Fix (Johnny Quick), der Grüne Pfeil (Green Arrow), Falkenauge-Schmidt (Pow-Wow Smith) und Unmöglich - aber wahr (Roy Raymond / Impossible But True).

Druck und Schrift der kaum mehr als einen Monat überdauernden Supermann-Reihe (bei 14-täglicher Erschienungsweise) waren exzellent. Aufgrund der Seltenheit und Beliebtheit erschien bereits 1971 der erste Nachdruck als Incos-Sonderband mit allen drei Heften in einem Band. Als Einführung erschien dazu ein Vorwort, welches den Werdegang des Stählernen in Deutschland erläutert. Im Jahr 1986 verlegte der Nostalgie-Verlag Ludwigshafen die Geschichten erneut in drei Einzelheften.

Supermann Nr. 1
Supermann - Supermanns geheime Kräfte (12 Seiten)
Superman # 65 - The Testing Of Superman (Jul-Aug 1950)

Professor Zukunft - Die unbewohnbaren Welten! (8 Seiten)
Action Comics # 146 - The Impossible Worlds (Jul 1950)
(Tommy Tomorrow)

Kapitän Aufrecht - Flitterwochen mit Hindernissen! (10 Seiten)
World’s Finest Comics # 46 -
Honeymoon With Headaches (Jun-Jul 1950)

(Full Steam Foley)

Supermann Nr. 2
Supermann - Drei Supermänner von Krypton (13 Seiten)
Superman # 65 - Three Supermen From Krypton (Jul-Aug 1950)

Unmöglich - aber wahr (8 Seiten)
Detective Comics # 161 - The Human Super Weapon (Jul 1950)
(Impossible But True / Roy Raymond)

Fred Fix und seine Zauberformel - Robinson Crusoe (8 Seiten)
Adventure Comics # 155 - Robinson Crusoe, 20th Century (Jul 1950)
(Johnny Quick)

Supermann Nr. 3
Supermann - Supermanns große Liebe (10 Seiten)
Superman # 65 - Superman’s Sweetheart (Jul-Aug 1950)

Der Grüne Pfeil - Das Geheimnis des versiegelten Kästchens
(10 Seiten)

Adventure Comics # 156 - The Secret Of Sealed Box (Sep 1950)
(Green Arrow)

Falkenauge-Schmidt - Zwei Detektive namens Schmidt (10 Seiten)
Detective Comics # 161 - Two Detectives Named Smith (Jul 1950)
(Pow-Wow Smith)

Offenbar war die Zeit um 1950 noch nicht reif für Superhelden. Denn von Supermann Nr. 4 erschien lediglich eine Ankündigung in Heft Nr. 3. Treffenderweise wäre der Titel "Die letzten Tage von Supermann" gewesen.