Freitag, 15. Mai 2020

Prinz Namor - Held von Atlantis

Der Sub-Mariner stand und steht in der Fan-Gunst leider weit hinter den "großen" Marvel-Helden wie Spider-Man, X-Men, Avengers und Co. Als Zweitheld lief er immerhin in 67 Williams-Heften der Spinne und hatte seine eigene Unterserie innerhalb der Hit Comics-Reihe des Bildschriftenverlags. Zuvor musste er sich, wie in den USA, den Platz mit dem Hulk teilen. In Deutschland achtete man nicht so sehr auf die monatlich wechselnden Titelbilder und auch Namor lief als Tales To Astonish-Adaption unter dem Banner "HALK Mensch-Dämon-Untier".



Der Williams-Verlag hat für die Einleitungen in die Fortsetzungen, wie bei den anderen Zweithelden, oft Original-Covermotive verwendet. Die Schriftzüge fielen dabei sehr unterschiedlich aus und Anfangs war "Aquarius" dominant. Mir persönlich gefällt die Bezeichnung in Anlehnung an das Musical "Hair" nicht so gut. Auch wirken zwei spätere Schriftzüge, darunter einer von Christa Manner, wesentlich beeindruckender als der erste, etwas unschuldigere von Ursula Mordek.



Nachfolgend deshalb wieder ein paar Entwürfe aus dem Was-wäre-wenn-Universum des Marvel-Fans, der dem Sub-Mariner gerne eine eigene deutsche Heftserie gegönnt hätte.






Sonntag, 10. Mai 2020

Der Teufelskerl, ein Mann ohne Furcht!

Immer, wenn ich die zur Einleitung in die Fortsetzungen umfunktionierten Titelbildmotive der Zweithelden in den Williams-Marvels sehe, frage ich mich, wie es wohl gewesen wäre, wenn auch diese ihre eigenen Heftreihen bekommen hätten… Das Material in Form von Bild und Text ist fast immer vorhanden, man muss es "nur" vereinen. Je nach Vorlage kann das relativ einfach oder auch sehr, sehr aufwändig sein. Hier ein paar Ergebnisse, wie es hätte aussehen können, wenn Daredevil alias DER DÄMON als Serie bei Williams gelaufen wäre.





Interessant ist, dass DD bei Williams von Beginn an ein rotes Kostüm trug. Allerdings wurde das nicht bei allen Story-Fortsetzungen vor Daredevil #7 beachtet. So kam es ab und an zu "Ver-wechsel-ungen" und das "neue" Kostüm war weniger ein Highlight als in den USA.

























Als kleiner Bonus folgt hier noch das von Williams anno 1974 übersprungene Daredevil #5, welches auf Deutsch erstmals 2002 in Marvel Klassik Bd. 12 von Panini erschien. Grundlage für den Fake war ein dänisches Heft von 1967, bei dem ich das DD-Kostüm passend zu den anderen Williams-Veröffentlichungen umgefärbt und die Schrift eingesetzt habe, die Williams in der Anfangszeit verwendet hat.


Montag, 4. Mai 2020

Never fake an... IRON MAN!

Nachdem die Serie des Eisernen nach 12 Williams-Heften eingestellt wurde, ließ der Verlag IRON MANs Abenteuer chronologisch weiterlaufen. Dafür musste CAPTAIN MARVEL seinen Platz in den RÄCHER-Heften räumen. Die Nr. 13 von DER EISERNE dürfte bereits druckfertig gewesen sein, da beim Abdruck in Die Rächer Nr. 45-46 ein anderer Letterer als bei der Hauptstory zum Einsatz kam und an den Stellen, an denen geteilt wurde nochmal eine abweichende Handschrift zu sehen ist.



Wie bei THOR in den Spinne-Heften und eigentlich auch allen anderen Zweitserien bei Williams, kamen immer wieder Original-Titelbildmotive für die Fortsetzungen zum Einsatz. Wie hätte es wohl ausgesehen, hätte es davon "echte" Williams-Hefte gegeben, wenn die Serie(n) regulär weitergelaufen wären...







Freitag, 1. Mai 2020

Ungewollter Abrieb

Es gibt produktionstechnische Fehler, die man als Comic-Sammler so gar nicht gebrauchen kann. Bestes Beispiel ist das sogenannte "Williams-Loch", welches vor allem bei Spinne Nr. 61 bekannt ist. Diese Stanzmarke betraf aber auch einige andere Hefte und Serien des Verlags, z.B. Thor Nr. 31.

Wenn solche Unschönheiten publik werden, schaut mancher Sammler doch nochmal nach und muss die scheinbar perfekte Sammlung durch erneute Einkäufe anpassen. So geschehen, als ich für einen Artikel zum Thema recherchierte und sich so mancher aus meinem Bekanntenkreis ärgerte und den nächsten Comichändler kontaktierte.


Nun ist Condor nicht gerade ein beliebtes Sammelgebiet, aber auch dort passierten Fehler in der Produktion. Einer, der besonders häufig auftritt, betrifft die Thor-Einleitungsseite in Spinne Nr. 14. Im Bereich von Lokis Beinen zeigen sich Abrieb oder Schlieren, die in der Druckerei entstanden sein müssen. Es ist schwer, ein Heft ohne diesen Fehler zu finden.

Obwohl mir das Heft über die Jahre mehrfach durch die Hände ging, hatte ich selbst nur ein Exemplar, bei dem sich der Makel nicht zeigt. Ausgerechnet das stammte aus einem Condor-Sammelband. Wie unterschiedlich groß der Fehler ausfallen kann, zeigt sich auf den Bildern.


Die Story aus US-Thor #167 gehört der Originalchronologie nach in den Bereich von bsv/Williams mit einem Cover-Motiv von John Romita sr. (welches bei Condor für die Einleitung in die Fortsetzung verwendet wurde). Ansonsten wäre es mir vielleicht gar nicht aufgefallen.