Marvel Klassiker - Avengers
Ultron macht's möglich! In den letzten Jahren war klassischer Marvel-Stoff hierzulande rar gesät. Ambitionierte Projekte wie die MARVEL KLASSIK-Hardcover, SPIDER-MAN KOMPLETT, X-MEN ARCHIV und MARVEL HISTORY laufen schon lange nicht mehr und selbst die Messe-Specials von THOR (Thor und der lebende Planet), X-MEN (X-Menschen Nr. 221, Neal Adams-Hardcover, Jim Steranko-Hardcover), der KREE/SKRULL-KRIEG und DIE ABENTEUER VON CONAN liegen schon Jahre zurück. Umso mehr freut sich der Fan, wenn mal wieder etwas neues Altes mit Suchtpotenzial erscheint.
Nach Abschluss der 60 Hardcover-Bände der OFFIZELLEN MARVEL-SAMMLUNG von Hachette (in Zusammenarbeit mit Panini), sind weitere 60 Nummern angekündigt, von denen 40 Klassiker sind, die aus der Zeit davor stammen und mit einer römischen Nummerierung von I-XL versehen sein werden. Eine Handvoll davon sind bereits erhältlich. Und Panini lässt nicht locker. Parallel zum dritten AVENGERS-Kinospektakel erschien bei Hachette "Die Geburt von Ultron" mit Avengers # 54-60 und Avengers Annual # 2 im Inhalt. Gleichzeitig bringt Panini mit MARVEL KLASSIKER - AVENGERS eine Art "Best Of"-Zusammenstellung aus den ersten 100 US-Heften.
Los geht's mit der Gründung des ersten RÄCHER-Teams (Avengers # 1) bestehend aus Thor, Iron Man, Ant-Man, Wasp und dem Hulk. Danach holt man Captain America aus dem Eis (Avengers # 4), der schließlich das neue Team leitet (Avengers # 16). Wichtige Charaktere aus dem aktuellen Kinofilm feiern hier ihren Einstand, z.B. Hawkeye, Scarlet Witch und Quicksilver. Es folgen der Android Vision und Black Panther (Avengers # 57-58) und Ultron-5 taucht ebenfalls erstmals auf. In Avengers # 66-68 stehen ihm die Rächer erneut gegenüber. Mit Avengers # 100 schließt der Panini-Band ab.
Zwar bringt MARVEL-KLASSIKER AVENGERS nichts wirklich Neues, zumindest nicht, wenn man Williams RÄCHER komplett zuhause hat, dennoch macht es Spaß, die alten Geschichten zu lesen und wieder zu entdecken. Und auch der Preis von 19,99 EUR für das Softcover mit über 200 Seiten ist fair. Das sind im Schnitt kaum mehr als 2,22 EUR pro Abenteuer. Dasselbe als Williams-Paket in sehr gutem Zustand würde um die 140 EUR kosten. Von daher absolute Kaufempfehlung!
MARVEL KLASSIKER - Fantastic Four
Noch dicker als der Avengers-Band ist Paninis zweiter MARVEL-KLASSIKER-Streich. Zwölf FF-Stories auf über 280 Seiten. Wie schon bei den Avengers schließen kurze Erklärtexte die Lücken zwischen den ausgewählten abgedruckten Abenteuern des Teams um Anführer Reed Richards. Nach der Erstausgabe erhalten die FF ihre blauen Kostüme (Fantastic Four # 3) und technisches Gerät wie das fliegende Fantasti-Car. Dr. Doom taucht erstmals auf und schickt das Team in die Vergangenheit auf ein Piratenschiff. Diese Story erschien (leider) nie bei Williams. Genauso wie das dritte FF Annual aus dem Jahr 1965 und ist damit eine deutsche Erstveröffentlichung durch Panini. Ein absolutes Muss ist die Galactus Trilogie (FF # 48-50). Zwar ist das nun bereits die vierte deutsche Version, dafür aber nicht in der falschen Reihenfolge, mit nachgezeichneten Titelbildern oder im Kleinformat. Das Highlight schlechthin! Das gilt auch für das anschließende "Dieser Mann… dieses Monster!" aus Fantastic Four # 51. Dr. Doom und die Inhumans (FF # 57-60) runden das Ganze schließlich ab.
Die 24,99 EUR für das Panini-Softcover sind garantiert nicht fehlinvestiert. Denn selbst als Williams-Komplettist fehlen einem zwei Stories. Gut, eine davon erschien mal in einem Condor-Taschenbuch und später in Paninis Hardcover-Reihe MARVEL KLASSIK, aber die Hochzeit von Reed Richards und Sue Storm mit einem Riesenaufgebot an Gaststars (die X-Men, Daredevil, Mole Man, Puppet Master, Tony Stark alias Iron Man, Red Ghost, der Mandarin, Dr. Strange, Spider-Man, Rächer, der Beobachter, Nick Fury u.v.a.) gab es bislang nicht auf Deutsch. Mit knappen 2,09 EUR pro FF-Abenteuer kann niemand meckern. Value for money! Und die alten Klassiker machen beim Lesen einfach Spaß. Da darf Panini gerne weiter nachlegen.
Sonntag, 30. August 2015
Dienstag, 15. Mai 2012
FADEN VERLOREN?
Der Wahnsinn - das Buch zum Thread…
Im Februar 2008 begann Michael Diers damit sich durch alle 259 Hefte der SPIDER-MAN Serie des Condor Verlags zu lesen. Bereits bei den ersten Ausgaben stieß er dabei auf alle möglichen Irrungen und Wirrungen. Von falschen Impressumsangaben, fehlenden oder vertauschten Seiten, unterschiedlichen US-Spider-Man Serien als Quellmaterial, veränderte oder zensierte Titelbilder und vieles mehr. Dazu kamen noch die Nummernunterschiede der ersten und zweiten Auflage. Angeregt durch das NUFF-Forum präsentierte Michi seine Erkenntnisse dem Internetpublikum. Mit kurzen prägnanten Inhaltsangaben und eigenen Anmerkungen, teils lustiger und auf alle Fälle ehrlicher Kritik lieferte er quasi den "Beipackzettel" zu jedem einzelnen Heft.
http://www.comicguide.net/showthread.php?t=20848
Daraus ist nun das erste von zwei Büchern entstanden. Eine lesenswerte Sache für jeden, der sich für SPIDER-MAN und dessen deutsche Vergangenheit interessiert. Hunderte farbige Abbildungen unterstützen dabei die textliche Komponente. Als Bonus-Material gibt es ein Exklusivinterview mit Coverzeichner Claus D. Scholz und die Besprechung dreier von Condor innerhalb der AMAZING SPIDER-MAN Reihe (zunächst) ausgelassener Hefte. Zwei davon erschienen später als Sonderhefte. Diese waren mit dem Punisher und wurden damals aus Brutalitätsgründen vermieden. Ein anderes erschien erst Jahre später als Sonderheft bei Panini.
Mir persönlich gefällt das vorliegende erste Buch sehr und ich kann die Fortsetzung kaum erwarten. Eine lesenswerte Sache und die Odyssee eines geplagten SPIDER-MAN Fans, der sich mehr als vier Jahre lang den Qualen seiner Condor-Sammlung hingab. Meine wärmste Empfehlung und dreimal Daumen hoch!
Zu bestellen ist das Teil über:
www.comicmarktplatz.de
Im Februar 2008 begann Michael Diers damit sich durch alle 259 Hefte der SPIDER-MAN Serie des Condor Verlags zu lesen. Bereits bei den ersten Ausgaben stieß er dabei auf alle möglichen Irrungen und Wirrungen. Von falschen Impressumsangaben, fehlenden oder vertauschten Seiten, unterschiedlichen US-Spider-Man Serien als Quellmaterial, veränderte oder zensierte Titelbilder und vieles mehr. Dazu kamen noch die Nummernunterschiede der ersten und zweiten Auflage. Angeregt durch das NUFF-Forum präsentierte Michi seine Erkenntnisse dem Internetpublikum. Mit kurzen prägnanten Inhaltsangaben und eigenen Anmerkungen, teils lustiger und auf alle Fälle ehrlicher Kritik lieferte er quasi den "Beipackzettel" zu jedem einzelnen Heft.
http://www.comicguide.net/showthread.php?t=20848
Daraus ist nun das erste von zwei Büchern entstanden. Eine lesenswerte Sache für jeden, der sich für SPIDER-MAN und dessen deutsche Vergangenheit interessiert. Hunderte farbige Abbildungen unterstützen dabei die textliche Komponente. Als Bonus-Material gibt es ein Exklusivinterview mit Coverzeichner Claus D. Scholz und die Besprechung dreier von Condor innerhalb der AMAZING SPIDER-MAN Reihe (zunächst) ausgelassener Hefte. Zwei davon erschienen später als Sonderhefte. Diese waren mit dem Punisher und wurden damals aus Brutalitätsgründen vermieden. Ein anderes erschien erst Jahre später als Sonderheft bei Panini.
Mir persönlich gefällt das vorliegende erste Buch sehr und ich kann die Fortsetzung kaum erwarten. Eine lesenswerte Sache und die Odyssee eines geplagten SPIDER-MAN Fans, der sich mehr als vier Jahre lang den Qualen seiner Condor-Sammlung hingab. Meine wärmste Empfehlung und dreimal Daumen hoch!
Zu bestellen ist das Teil über:
www.comicmarktplatz.de
Dienstag, 6. März 2012
HARTMUT HUFF
Lange Zeit haben die Mitglieder der Nuff-Redaktion vergeblich versucht, den ehemaligen Williams-Redakteur Hartmut Huff ausfindig zu machen. Die letzten Spuren führten zum Heyne-Verlag (Randomhouse Gruppe), Goldmann (ebenfalls Randomhouse) und Bastei. 2007 erschien John Sauls "Zeit des Grauens" (The Unloved) im Sub-Verlag Pavillon der Randomhouse-Gruppe. Mittlerweile ist sicher, dass es sich dabei um eine Wiederveröffentlichung der Heyne-Ausgabe von 1989 (ISBN 3453036530) handelt, die Hartmut Huff seinerzeit aus dem Amerikanisch-Englischen übersetzte.
Nicht anders verhält es sich bei "Die Rache der Dunkelelfen" von R.A. Salvatore. 2010 bei Blanvalet erschienen und eine Wiederveröffentlichung der beiden von Hartmut Huff übersetzten Bände 3 und 4 von "Die Saga vom Dunkelelf" aus dem Jahr 1992 (Goldmann, ISBN 3442245656 und 3442245664). Übersieht man die Wiederveröffentlichungen anderer Verlage, verlieren sich die Spuren spätestens Anfang der 2000er Jahre. Dies deckt sich nun mit einem zwar nicht näher bestimmten, aber glaubhaften Hinweis aus dem Internet:
Zitat:
Hartmut Huff ist leider bereits am 28.01.2003 im Alter von nur 56 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben!
Quelle: http://www.kultboy.com/redakteur/497/
Diese traurige Nachricht fand sich per Zufall am selben Tag, an dem endlich auch ein Foto des Übersetzers und Redakteurs des ehemaligen Williams Verlags auftauchte. In den frühen 1980er Jahren hatte sich Hartmut Huff den Computerspielen zugewandt und sich einen Namen als Chefredakteur der Kultzeitschrift "Telematch" gemacht. Im Atari Club Magazin 4/1983 sieht man ihn bei einer Preisübergabe an Mitglieder der deutschen Atari-Mannschaft.
Eine Auflistung von über 60 Buchtiteln, bei denen Hartmut Huff als Übersetzer und Autor beteiligt war, inklusive einiger Abbildungen, findet sich in DAS SAGTE NUFF! Nr. 8 (Artikel: "Die Williams-Connection"). Weniger bekannt sind Hartmut Huffs Arbeiten im Hörspielbereich:
- Dschungelboy (1976)
- Captain Pugwash, David Balfour
- Winnetou 2 und 3 (jeweils 3. Folge) auch auf CD erhältlich.
(Sony/PEG "Mein Freund Winnetou" ISBN-13: 4011222331083)
Samstag, 29. Oktober 2011
MARVELS KÖNIG DES DSCHUNGELS
Nach dem Ende der Williams-Ära tauchte im früheren Konkurrenzlager Ehapa immer wieder Marvel-Material auf. Angefangen von "Star Wars" (Krieg der Sterne) über "Marvel Preview" (Star-Lord), "Marvel Classic Comics", "Warriors Of The Shadow Realm" (Krieger der Geisterwelt) u.v.m. Kaum bekannt ist, dass Ehapa auch Marvels "Tarzan" auf deutsch veröffentlichte. Wie die zuvor genannten Comics allerdings kein Vergleich zur Williams-Bearbeitung. Dennoch, in Tarzan Nr. 22 von 1984 bekommt der Leser Roy Thomas' und John Buscemas "Tarzan" zu Gesicht. Wunderbar getuscht von Alfredo Alcala.
Die Story stammt aus Tarzan # 9. Leider hat der Ehapa Verlag - wie so oft - eine Seite (Originalseite 12) weggelassen. Diese Vorgehensweise nervte schon bei "Krieg der Sterne", wo die verstümmelte Ehapa-Version von US-Star Wars # 7-10 kurz nach der Williams-Fassung erschien, bei der zwar die Eröffnungsseiten (Williams' - Krieg der Sterne Nr. 3) fehlten, die restliche Handlung aber komplett abgedruckt wurde. Für genauere Details, siehe DAS SAGTE NUFF! Nr. 8.
Auf alle Fälle ist Ehapas Tarzan aber interessant, da John Buscemas Tarzan-Zeichnungen sonst nirgendwo mit deutschem Text zu finden sind.
Danke an Detlef Lorenz, Stefan Meduna und Alga.
Die Story stammt aus Tarzan # 9. Leider hat der Ehapa Verlag - wie so oft - eine Seite (Originalseite 12) weggelassen. Diese Vorgehensweise nervte schon bei "Krieg der Sterne", wo die verstümmelte Ehapa-Version von US-Star Wars # 7-10 kurz nach der Williams-Fassung erschien, bei der zwar die Eröffnungsseiten (Williams' - Krieg der Sterne Nr. 3) fehlten, die restliche Handlung aber komplett abgedruckt wurde. Für genauere Details, siehe DAS SAGTE NUFF! Nr. 8.
Auf alle Fälle ist Ehapas Tarzan aber interessant, da John Buscemas Tarzan-Zeichnungen sonst nirgendwo mit deutschem Text zu finden sind.Danke an Detlef Lorenz, Stefan Meduna und Alga.
VERTAUSCHT...
oder: DIE IRREFAHRTEN DES BILDSCHRIFTENVERLAGS
Heutzutage sind Crossover von Comicserien etwas ganz normales. Der geneigte Leser muss sich quer durch sämtliche Verlagsreihen lesen, um die Fortsetzung und das Ende einer Geschichte zu erfahren. In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren war dies eigentlich noch völlig unüblich. Nicht so jedoch beim bsv.
Als "Vorreiter" offerierte der Bildschriftenverlag seinem Publikum ein Crossover der besonderen Art. Top Comics Nr. 103 von "Der Schwarze Falke" und "Wassermann" wurden im selben Monat hergestellt. Auf der letzten Comicseite von Der Schwarze Falke Nr. 103 sieht man den DC-Helden Aquaman (Wassermann). Dafür fehlt in Wassermann Nr. 103 der Schluss der Story aus Adventure Comics # 188. Offensichtlich ging beim Sortieren der Druckvorlagen etwas schief.
Trotz oder gerade wegen solcher Patzer ist und bleibt der bsv Kult. Comicsmachen war vor rund vierzig Jahren eben nicht so einfach wie heute. Deadlines saßen den Verantwortlichen im Nacken und Druckfilme wurden eben manchmal im Eifer des Gefechts vertauscht. Dadurch liefert der bsv auch noch Jahre nach seinem Ableben hochinteressantes Material für die Comicforschung.
Vielen Dank an Oliver für Hinweise und Bildmaterial.
Heutzutage sind Crossover von Comicserien etwas ganz normales. Der geneigte Leser muss sich quer durch sämtliche Verlagsreihen lesen, um die Fortsetzung und das Ende einer Geschichte zu erfahren. In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren war dies eigentlich noch völlig unüblich. Nicht so jedoch beim bsv.
Als "Vorreiter" offerierte der Bildschriftenverlag seinem Publikum ein Crossover der besonderen Art. Top Comics Nr. 103 von "Der Schwarze Falke" und "Wassermann" wurden im selben Monat hergestellt. Auf der letzten Comicseite von Der Schwarze Falke Nr. 103 sieht man den DC-Helden Aquaman (Wassermann). Dafür fehlt in Wassermann Nr. 103 der Schluss der Story aus Adventure Comics # 188. Offensichtlich ging beim Sortieren der Druckvorlagen etwas schief.
Trotz oder gerade wegen solcher Patzer ist und bleibt der bsv Kult. Comicsmachen war vor rund vierzig Jahren eben nicht so einfach wie heute. Deadlines saßen den Verantwortlichen im Nacken und Druckfilme wurden eben manchmal im Eifer des Gefechts vertauscht. Dadurch liefert der bsv auch noch Jahre nach seinem Ableben hochinteressantes Material für die Comicforschung.
Vielen Dank an Oliver für Hinweise und Bildmaterial.
Dienstag, 1. Dezember 2009
Fortsetzung unbekannt...
Pelefant und seine Freunde
Da brat mir doch einer 'nen Storch. Entdecke ich kürzlich beim Rumsurfen im Netz mir völlig unbekannte Hefte im bsv-Look. PELEFANT steht da in großen Lettern drauf. Und tatsächlich, der kleine blaue Elefant erschien 1989 sechs Mal mit Abenteuern, die der Bildschriftenverlag nicht veröffentlicht hatte. PELEFANT erschien im "Bärbel’s Verlag". Das erste Heft trägt die Nummer 3 /1989, wohl weil es im März 1989 an die Kiosks kam. Im August war mit Nr. 8 /1989 aber auch schon wieder Schluss...
Pelefant (im Original: PELLEFANT) ist eine Erfindung des schwedischen Trickfilmmachers und Comiczeichners Rune Andréasson. Da der bsv im Verbund druckte, schlichen sich in die eigentlich amerikanische BILDERMÄRCHEN-Reihe (Classics Illustrated Junior) auch schwedische Comic-Geschichten. Dies kann durchaus auch am Materialmangel gelegen haben. Das erste von Rune Andréasson gezeichnete Heft war Bildermärchen Nr. 77 - Der Böse Troll. Es folgten Bildermärchen Nr. 84 - Pelefant im Schlaraffenland, Nr. 87 - Pelefant und der Zauberer Abraka und Nr. 93 - Pelefant der Retter, ehe mit Bildermärchen Nr. 97 nur noch Pelefant-Hefte erschienen. Bei Bildermärchen Nr. 98 hatte man vergessen, das zweite „l“ aus dem Titel zu entfernen. Mit Nr. 141 änderte der Bildschriftenverlag den Titel in PELEFANT & Co. KG und mit Nr. 162 schließlich in PELEFANT UND SEINE FREUNDE. Ab Bildermärchen Nr. 124 erschien eine zeitlang nur noch etwa jedes zweite schwedische Heft auch in deutscher Sprache, bis der bsv mit Nr.136 wieder voll einstieg. Eine kleine Lücke klaffte zwischen Pelefant Nr. 156 und 157, während zwischen Nr. 168 und 169 ganze sieben Hefte auf der Strecke blieben. Diese Lücke markierte auch den Verlagswechsel bzw. die Umbenennung in Williams. Der Inhalt der Nr. 172 hätte eigentlich vor Nr. 169 gehört. Stattdessen wurde an der betreffenden Stelle ein Heft ausgelassen.
In Schweden lief die PELLEFANT-Serie durchgehend von 1965 bis 1993. Die ersten 63 Hefte waren fortlaufend nummeriert, alle späteren in Jahrgänge und Monate aufgeteilt. Trotz mehrfachem Verlagswechsel kam es nirgendwo zu Lücken.
1-63 (1965-1973) WILLIAMS
1-12 von 1971-1974 WILLIAMS
1-6 von 1975 WINTHERS
6/1975-12/1976 SEMIC
1/1977-12/1993 ATLANTIC
Der Bärbel’s Verlag stieg 1989 zunächst mit einem Heft aus dem Jahr 1983 (3/1983) ein. Alle weiteren liefen parallel zum schwedischen Original (4-8/1989). Wie beim bsv ist auch hier ein Druck im Verbund denkbar.
Die ersten 63 schwedischen Hefte kann man sich hier ansehen:
www.bamsesamlarna.com
Weitere Titelbilder und Informationen zur Serie gibt es hier:
www.seriesam.com
Die populärste Figur, die Rune Andréasson erschaffen hat, ist BAMSE. Der kleine Zeichentrickbär ist der Renner in den skandinavischen Ländern. In Deutschland erschienen beim Ehapa Verlag zwischen 1992 und 1993 insgesamt vierzehn Hefte unter dem Titel "Tino Tatz".
Da brat mir doch einer 'nen Storch. Entdecke ich kürzlich beim Rumsurfen im Netz mir völlig unbekannte Hefte im bsv-Look. PELEFANT steht da in großen Lettern drauf. Und tatsächlich, der kleine blaue Elefant erschien 1989 sechs Mal mit Abenteuern, die der Bildschriftenverlag nicht veröffentlicht hatte. PELEFANT erschien im "Bärbel’s Verlag". Das erste Heft trägt die Nummer 3 /1989, wohl weil es im März 1989 an die Kiosks kam. Im August war mit Nr. 8 /1989 aber auch schon wieder Schluss...
Pelefant (im Original: PELLEFANT) ist eine Erfindung des schwedischen Trickfilmmachers und Comiczeichners Rune Andréasson. Da der bsv im Verbund druckte, schlichen sich in die eigentlich amerikanische BILDERMÄRCHEN-Reihe (Classics Illustrated Junior) auch schwedische Comic-Geschichten. Dies kann durchaus auch am Materialmangel gelegen haben. Das erste von Rune Andréasson gezeichnete Heft war Bildermärchen Nr. 77 - Der Böse Troll. Es folgten Bildermärchen Nr. 84 - Pelefant im Schlaraffenland, Nr. 87 - Pelefant und der Zauberer Abraka und Nr. 93 - Pelefant der Retter, ehe mit Bildermärchen Nr. 97 nur noch Pelefant-Hefte erschienen. Bei Bildermärchen Nr. 98 hatte man vergessen, das zweite „l“ aus dem Titel zu entfernen. Mit Nr. 141 änderte der Bildschriftenverlag den Titel in PELEFANT & Co. KG und mit Nr. 162 schließlich in PELEFANT UND SEINE FREUNDE. Ab Bildermärchen Nr. 124 erschien eine zeitlang nur noch etwa jedes zweite schwedische Heft auch in deutscher Sprache, bis der bsv mit Nr.136 wieder voll einstieg. Eine kleine Lücke klaffte zwischen Pelefant Nr. 156 und 157, während zwischen Nr. 168 und 169 ganze sieben Hefte auf der Strecke blieben. Diese Lücke markierte auch den Verlagswechsel bzw. die Umbenennung in Williams. Der Inhalt der Nr. 172 hätte eigentlich vor Nr. 169 gehört. Stattdessen wurde an der betreffenden Stelle ein Heft ausgelassen.
In Schweden lief die PELLEFANT-Serie durchgehend von 1965 bis 1993. Die ersten 63 Hefte waren fortlaufend nummeriert, alle späteren in Jahrgänge und Monate aufgeteilt. Trotz mehrfachem Verlagswechsel kam es nirgendwo zu Lücken.
1-63 (1965-1973) WILLIAMS
1-12 von 1971-1974 WILLIAMS
1-6 von 1975 WINTHERS
6/1975-12/1976 SEMIC
1/1977-12/1993 ATLANTIC
Der Bärbel’s Verlag stieg 1989 zunächst mit einem Heft aus dem Jahr 1983 (3/1983) ein. Alle weiteren liefen parallel zum schwedischen Original (4-8/1989). Wie beim bsv ist auch hier ein Druck im Verbund denkbar.
Die ersten 63 schwedischen Hefte kann man sich hier ansehen:
www.bamsesamlarna.com
Weitere Titelbilder und Informationen zur Serie gibt es hier:
www.seriesam.com
Die populärste Figur, die Rune Andréasson erschaffen hat, ist BAMSE. Der kleine Zeichentrickbär ist der Renner in den skandinavischen Ländern. In Deutschland erschienen beim Ehapa Verlag zwischen 1992 und 1993 insgesamt vierzehn Hefte unter dem Titel "Tino Tatz".
Freitag, 27. November 2009
Hit Comics
In Farbe und bunt

Eigentlich ist das CMYK-System ganz einfach: die vier Grundfarben für den Druck können sämtliche Farben darstellen. Dabei werden verschiedene Raster angelegt, deren gedruckte Punkte sich im Auge des Betrachter überlagern und sich dabei quasi wie von selbst "mischen". Wie beim Wasserfarbkasten ergeben z.B. gelb und blau in der Summe grün.
C steht für Cyan = himmelblau
M steht für Magenta = pink
Y steht für Yellow = gelb
K steht für Key = "Schlüsselfarbe" schwarz
Immer wieder bekommen es die Vorlagenhersteller und Drucker hin, die vier Druckfilme zu vertauschen. Meist werden dabei die Gesichter der abgebildeten Personen grün.
Bei den Hit Comics des bsv gab es einen peinlichen Patzer, nämlich als "der Gelbe" (Yellowjacket) erstmals auftrat. Durch das gelbe Hit Comics-Logo ist offensichtlich, dass Yellow und Magenta bereits in der Druckvorstufe vertauscht wurden. Da im europäischen Verbund gedruckt wurde, sieht das niederländische Hip Comics-Pendant genauso aus.

Anders bei Hit Comics Nr. 81. Hier ist die deutsche Version korrekt. Das im Verbund gedruckte schwedische Heft hingegen wartet mit vertauschtem Cyan- und Yellow-Druckfilm auf (siehe Abbildung oben). Das Ergebnis: Grünes Ding mit rotem Höschen, grüne Fackel mit blauer Flamme,... Man sieht, dass die Umschläge separat angefertigt wurden, da auch in Schweden das Signet oben links gelb ist.


Vergleich Hit Comics Nr. 81 und das parallel erschienene
Fantastiska Fyran Nr. 18 aus Schweden.
Fantastiska Fyran Nr. 18 aus Schweden.
Eigentlich ist das CMYK-System ganz einfach: die vier Grundfarben für den Druck können sämtliche Farben darstellen. Dabei werden verschiedene Raster angelegt, deren gedruckte Punkte sich im Auge des Betrachter überlagern und sich dabei quasi wie von selbst "mischen". Wie beim Wasserfarbkasten ergeben z.B. gelb und blau in der Summe grün.
C steht für Cyan = himmelblau
M steht für Magenta = pink
Y steht für Yellow = gelb
K steht für Key = "Schlüsselfarbe" schwarz
Immer wieder bekommen es die Vorlagenhersteller und Drucker hin, die vier Druckfilme zu vertauschen. Meist werden dabei die Gesichter der abgebildeten Personen grün.
Bei den Hit Comics des bsv gab es einen peinlichen Patzer, nämlich als "der Gelbe" (Yellowjacket) erstmals auftrat. Durch das gelbe Hit Comics-Logo ist offensichtlich, dass Yellow und Magenta bereits in der Druckvorstufe vertauscht wurden. Da im europäischen Verbund gedruckt wurde, sieht das niederländische Hip Comics-Pendant genauso aus.

Hit Comics Nr. 151 und die niederländische Variante
als Hip Comics Nr. 19151.
als Hip Comics Nr. 19151.
Anders bei Hit Comics Nr. 81. Hier ist die deutsche Version korrekt. Das im Verbund gedruckte schwedische Heft hingegen wartet mit vertauschtem Cyan- und Yellow-Druckfilm auf (siehe Abbildung oben). Das Ergebnis: Grünes Ding mit rotem Höschen, grüne Fackel mit blauer Flamme,... Man sieht, dass die Umschläge separat angefertigt wurden, da auch in Schweden das Signet oben links gelb ist.

Digital korrigierte Version von Hit Comics Nr. 151.
So hätte das Heft aussehen sollen.
So hätte das Heft aussehen sollen.
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